Kraham - Klein aber Fein

Die Besitznahme ihres Landesraumes hat für die Bayern um etwa 500 n. Chr. begonnen. Unsere Gebiete zählt hierbei zu dem uralten Siedlungsgebiet des Volksstammes. Davon zeugen die in der nächsten Umgebungen gelegenen Ortsnamen, die sich vom Namen des Ortgründers ableiten. Polding zum Beispiel ist eine Gründung des Poldo. So ist auch Kraham (chreisdorf) im Jahr 772 urkundlich erwähnt. Der Erbe des Hofes, der Priester Sigiperht, schenkt seine Besitz dem Hochstift zu Freising. Es ist anzunehmen, dass der Priester Sigiperht in der Kirche zu Tegrinwach cum excelsia S. Michaelis wirkte. Diese Kirche, zu der ein Wohnhaus gehörte, stand an dem Platz, an der "Stätte", an der heute das Kirchstettener Kirchlein steht.

Demnach kann angenommen werden, dass Kirchstetten das Kloster war, das im Jahre 815 als cenobium Tearinwac in den alten Aufzeichnungen zu finden ist. Sie ist auch heute noch dem Hl. Michael geweiht.Nachdem sich Bischof Hitto und Bischof Erchanbert hier 849 nachweislich aufgehalten haben und auch König Heinrich I. (919-936) einige Tage hier weilte, kann angenommen werden dass es sich um ein Kloster von größerer Bedeutung handelte. Kraham ist in den folgenden Jahrhunderten noch einige Male urkundlich erwähnt. Es wird auch verschiedenartig geschrieben. so heißt es 1215 Craheimb und 1490 wird es zu Crahannb, auch Crachann geschrieben.



Bis 1490 war Kraham Sitz der Obmannschaft (herrschaftlicher Beamtenbezirk) und zwar war diese mit dem Lehnerhof verbunden. Im Jahre 1508 sind in Kraham bereit alle 4 Höfe in den Geschichtsbüchern aufgeführt:



Damals Heute (2009)
Lehner Andreas Eckl Anton
Zimmermann Wolfgang Maier Johann
Spitzer Wolfgang Kurz Martin
Oberhannsl Seiser Baptis